An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Verfasserinnen und Verfasser zahlreicher Leserbriefe, die mittlerweile zur Windfarm Schwarzenberg Weißenberg eingegangen bzw. erschienen sind! Wir bitten um Verständnis, dass wir zur Zeit leider nicht alle diesbezüglichen Kommentare einstellen können.

 

Leserbrief von Bettina Schuster

Hinterländer Anzeiger 28.08.2016

 

Leserbrief von Andreas Knoll

Hinterländer Anzeiger 06.06.2016

 

Leserbrief von Reinhold Leinweber

Hinterländer Anzeiger 29.05.2016

 

Leserbrief von Ottmar Wagner

Hinterländer Anzeiger 10.04.2016

 

Leserbrief von Jürgen Wagner

Hinterländer Anzeiger 28.02.2016

 

Leserbrief von Georg Temme

Hinterländer Anzeiger 07.02.2016

 

Offener Brief von Ingrid Grebe

Hinterländer Anzeiger 23.01.2016

 

Leserbrief von Hans-Jochen Stille

Hinterländer Anzeiger 17.01.2016

 

Leserbrief von Joachim Simmer

Hinterländer Anzeiger 17.01.2016

 

Leserbrief von Bettina Schuster

Hinterländer Anzeiger 10.01.2016

 

Leserbrief von Dieter Anders

Hinterländer Anzeiger 03.01.2016

 

Leserbrief von Jürgen Meyer

Hinterländer Anzeiger 23.12.2015

 

Leserbrief von Georg Temme

Hinterländer Anzeiger 22.11.2015

 

Leserbrief von Jürgen Meyer

Hinterländer Anzeiger 09.10.2015

 

Leserbrief von Reinhold Leinweber

Hinterländer Anzeiger 09.08.2015

 

Leserbrief von Andreas Knoll

Hinterländer Anzeiger 02.02.2014

 

Leserbrief von Gerald, Sylvia und Jörn Zwickel

Wir haben die beiden letzten Versammlungen der Bürgerinitiative gegen die Aufstellung der Windanlagen am Weißenberg und Schwarzenberg besucht. Die kompetenten Redner haben in ihren sehr anschaulichen und ausführlichen Schilderungen  auf die Risiken  eines Windparks hingewiesen.  Was wir dort erfahren haben, hat uns zutiefst erschreckt und entsetzt. Haben sich unsere gewählten Vertreter im Stadtparlament auch nur einen Bruchteil der Mühe gemacht, das Für und Wider beim Bau der Windanlagen abzuwägen, wie die Bürgerinitiative es getan hat? Wenn selbst nur die Hälfte der – so empfinden wir es – gut recherchierten Argumente stimmen würden, dann hätten diese Parlamentarier, die ja unsere Belange – also Volkes Stimme - vertreten sollen, auf gar keinen Fall für den Bau des Windanlagenparks stimmen dürfen. Die erhofften Einnahmen und die erwartete Stromerzeugung werden niemals erwirtschaftet werden und auf uns Bürger kommen anstelle Einsparungen und Einnahmen immense Kosten und erhebliche gesundheitliche Gefährdungen zu. Die Natur, die es über die Energiewende zu schützen gilt, wird erheblich und bleibend  geschädigt.  Wer will so etwas???

Es stimmt, dass die Bürger Biedenkopfs und der Nachbargemeinden „geschlafen“ haben und der Widerstand erst jetzt erwacht, nachdem wesentliche Entscheidungen bereits gefallen sind. Wir sind jedoch der Auffassung, dass eine, zwar formell korrekte, aber im Hinblick auf die Bedeutung für uns Bürger völlig unzulängliche Informationspolitik hierfür die Ursache ist!  So lange die Windräder noch nicht gebaut sind, lohnt es, dass wir dafür zu kämpfen, dass diese folgenschwere  Fehlentscheidung – die sicher nicht Volkes Wille ist – revidiert wird. Unser Aufruf an alle Bürger und Bürgerinnen Biedenkopfs und der Nachbargemeinden und vor allem an unsere Politiker:

Informieren Sie sich genau, denken Sie nach – über wirklichen Umweltschutz, über Schutz von Mensch und Natur – und helfen Sie, diesen Wahnsinn zu stoppen !

Frei nach der Weisheit der Cree-Indianer:

Erst wenn die Bäume gefällt sind,

eine riesige Fläche mit Beton und Splitt bedeckt ist

die gewaltigen Windräder das Landschaftsbild auf Jahrzehnte verschandeln

keine Pflanzen dort mehr wachsen können

Tieren der Rückzugs- und Lebensraum genommen worden ist

tote seltene Vögel von Rotorblättern getroffen am Boden liegen

der Stadtsäckel durch die Fehlinvestition geleert worden ist

wir unseren Kindern auf Jahrzehnte einen immensen ökologischen und ökonomischen Schaden hinterlassen haben

die Menschen durch die Windräder krank geworden sind

werden unsere gewählten Volksvertreter feststellen, dass sie eine dramatische und folgenschwere Fehlentscheidung getroffen haben.

Gerald, Sylvia und Jörn Zwickel

Hatzfelder Straße 53

35216 Biedenkopf

 

Offener Brief von Christof Schuster

Christof Schuster Darmstadt, 29.09.2015

Herrn Bürgermeister

Joachim Thiemig
Hainstraße 63
35216 Biedenkopf

Offener Brief: Windpark Schwarzenberg und Weißenberg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

als gebürtiger Biedenkopfer, der sich seiner Heimat verbunden weiß und als Nachkomme einer Familie, die über Generationen hinweg vielfältige Verantwortung zum Wohle der Stadt übernommen hat, schreibe ich diesen offenen Brief, den ich gleichzeitig in den sozialen Netzwerken veröffentlichen und der Lokalpresse zuleiten werde.

Mit Entsetzen und Befremden habe ich die Entscheidung der Stadt Biedenkopf zur Kenntnis genommen, sich an der Errichtung eines Windparks auf dem Schwarzenberg in der Gemarkung der Stadt zu beteiligen. Die Planungen der Kommune Dautphetal, auf dem Weißenberg ebenfalls mehrere Windkrafträder in Sichtweite der Stadt zu errichten, habe ich ebenfalls zur Kenntnis genommen.

Die Stadt Biedenkopf ist eingebettet in eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft, die sich als kulturelle Errungenschaft über Jahrhunderte hinweg entwickelt hat und durch wechselhafte Zeitläufe nahezu unangetastet geblieben ist. Durch die Lage der Stadt in einem engen Talkesssel nahe der sie umgebenden Berge und Wälder und durch den bewaldeten Schlossberg inmitten der Stadt hat sich ein besonderes Verhältnis der Einwohner Biedenkopfs zu ihrem Wald herausgebildet. Dies wird nicht zuletzt an den jahrhundertelangen Bemühungen deutlich, den Wald im Besitz der Bürgerschaft zu erhalten. Mit Zähigkeit und Mut gegenüber ihren Landesherren haben die Biedenkopfer früherer Generationen „ihren Wald“ und „ihre Grenze“ verteidigt. Unter anderem war der „Grenzrezess“ vom 17. Oktober 1682 ein wichtiger Meilenstein zur Erhaltung des Waldes für die Stadt, der gleichzeitig eine besondere Sensibilität in seiner Bewirtschaftung nach sich zog. Aus diesen langanhaltenden Bemühungen ist das Grenzgangsfest hervorgegangen, das inzwischen bundesweite Beachtung gefunden hat und das seine Würde und Daseinsberechtigung aus dem achtsamen Umgang mit dem anvertrauten Erbe des Waldes bezieht. 

Die geplanten Windkrafträder auf dem Schwarzenberg und dem Weißenberg und die hierzu notwendigen begleitenden Baumaßnahmen sind aus meiner Sicht ein unverantwortlicher Eingriff in die Natur und eine nachhaltige Beeinträchtigung der gewachsenen Kulturlandschaft. Sie werden erhebliche Beschädigungen der Flora und Fauna der stadtnahen Wälder nach sich ziehen. 

Wie ein Hohn erscheint es, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in den vergangenen Jahren zahlreiche durch Naturereignisse zerstörte und beschädigte Grenzsteine in Eigeninitiative wiederhergestellt haben. Sollen diese Steine nun als Mahnmale am Rande der Schotterpisten, die zu den Windrädern führen, aufgestellt werden oder beabsichtigt man, sie im Heimatmuseum als Erinnerung an eine unzerstörte Landschaft zu präsentieren?

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich appelliere an Sie, in Wahrnehmung der Pflichten Ihres Amtes zum Wohle der Stadt, Ihren Einfluss gegen die Errichtung der Windkrafträder einzusetzen. Das zu erwartende Desaster der Wahrnehmung der Windräder, deren Auswirkung leider noch nicht allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt deutlich vor Augen steht und der sicher eintretende Unmut der Bevölkerung nach deren Errichtung werden sich unauslöschlich mit Ihrem Namen und den Namen der übrigen Beteiligten verbinden. Noch ist es nicht zu spät und aller Ehren wert, eine bereits getroffene Entscheidung aus besserer Einsicht zu revidieren. Mit Ihrer Befürwortung der Planungen werden Sie das kulturelle Erbe der Stadt Biedenkopf nachhaltig beschädigen. Dies kann nicht in Ihrem Sinne sein. Das, was Generationen unserer Vorfahren bewahren konnten, darf nicht kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden, die außerdem noch mehr als zweifelhaft erscheinen. 

Setzen Sie sich an die Spitze einer Bürgerbewegung gegen diese fatalen Planungen! Nur auf diese Weise rechtfertigen Sie auch Ihren Sitz im Vorstand des Grenzgangsvereins, der sich der Erinnerung an die Tradition der engen Beziehung der Biedenkopfer zu ihrem Wald und dessen unzerstörter Erhaltung verschrieben hat.

Freundliche Grüße

Christof Schuster